S

 

SALON Österreich Wein
Der SALON Österreich Wein gilt seit mehr als zwei Jahrzehnten als die „Staatsmeisterschaft“ der heimischen Weine und ist der härteste Weinwettbewerb des Landes. Zehn SALON Auserwählte werden über Expertenvotings der österreichischen Weinfachmagazine und Sommeliers, 16 SALON Sieger in einer Blindverkostung ermittelt. Die SALON Sieger kommen jeweils aus einzelnen Rebsorten-Kategorien.

 

Salzig
Ist ein Geschmackseindruck, der oft bei mineralischen Weinen empfunden werden kann.

 

Sämling
Ein Sämling ist eine aus Samen gezogene neue Rebsorte.

 

Säure
Säuren gehören zu den zentralen Geschmackselementen beim Wein. Im Zusammenspiel mit der Res tsüße und dem Alkoholgehalt bilden sie das Rückgrat des Weines. Sie prägen seine Struktur und sind mitbestimmend für seine Haltbarkeit. Die Hauptsäuren im Wein sind Äpfel- und Weinsäure.

 

Sauternes
Ist ein französisches Weinbaugebiet südlich von Bordeaux, das besonders für seine edelsüßen Weißweine berühmt ist. Sauternes-Weine werden aus den Trauben Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle erzeugt.

 

Schankwein
Ist ein meist unkomplizierter Wein von einfacher Qualität, der in der Gastronomie offen (glasweise) ausgeschenkt wird. Bevorzugtes Gebinde dafür ist die 1 Liter- oder 2 Literflasche bzw. die Schankanlage.

 

Schaumwein
Oberbegriff für schäumende Weine, unabhängig vom Herstellungsverfahren, z.B. Sekt, Champagner, Cava, Spumante, Crémant. Schaumweine werden mittels zweiter Gärung hergestellt und müssen einen Überdruck von min. 3 bar aufweisen. Gehobenere Qualität stellen Qualitätsschaumwein und Sekt dar. Schaumweinen, denen Kohlensäure zugesetzt wurde, müssen gekennzeichnet werden (Imprägnierverfahren). Das hochwertigste Verfahren zur Erzeugung von Schaumwein ist die sogenannte Méthode Champenoise (Champagnerverfahren), ferner benutzt man auch oft die Charmatmethode (auch Tankgärverfahren genannt), bei der die zweite Gärung (unter Zugabe von Zucker und Hefe) nicht in Flaschen sondern in geschlossenen Druckbehältern stattfindet.

 

Schilcher
Rosa- bis zwiebelschalenfarbiger Wein aus der Weststeiermark, der ausschließlich aus der Rebsorte Blauer Wildbacher erzeugt wird. Charakteristisch ist sein oft grasig-würziges Bukett mit weißen und schwarzen Johannisbeeren. Am Gaumen dominiert meist die markante, kernige Säure.

 

Schilfwein
Schilfwein oder Strohwein bezeichnet man Süßwein, der aus getrockneten (rosinierten) Trauben gewonnen wird. Die spät gelesenen Trauben werden mindestens 3 Monate auf Strohmatten oder auch Schilf (deshalb Stroh- oder Schilfwein) gelagert und luftgetrocknet d.h. sie sind nicht durch Edelfäule geschrumpft. Durch diesen Vorgang konzentrieren sich Zucker, Säure und natürlich auch die Mostwerte. In ähnlicher Form produzierte Weine sind z.B. der Passito, Vin Santo oder Recioto aus Italien. In Österreich fällt diese Weinspezialität unter "Prädikatswein", d.h. sie müssen mindestens 25° KMW aufweisen.

 

Schimmelton
Ist ein Weinfehler, der am dumpf-muffigen Geruch und Geschmack zu erkennen ist. Die Ursachen sind meist Botrytisbefall bei unreifen Trauben oder Unsauberkeit in der Kellertechnik.

 

Schlieren
Umgangssprachlich auch Kirchenfenster genannt und bilden sich an der Innenseite des Glases. Die Sie geben Aufschluss über die Konzentration diverser Inhaltsstoffe. Viskosität (Zähflüssigkeit) beispielsweise wird beim Wein von dessen Alkoholgehalt, vom Zucker- und vom Extraktgehalt des Weins beeinflusst. Je höher diese Werte, desto zähflüssiger/viskoser ist der Wein, desto langsamer und größer sind die Tränen. Über die Qualität eines Weins geben die Tränen keinen direkten Aufschluss. Alkoholreiche Weine erzeugen stärkere Tränen und spitzbogige Kirchenfenster, alkoholarme Weine schwächere Tränen und rundbogige Kirchenfenster.

 

Schmelz
Ist eine geschmackliche Eigenschaft von Weinen, die einen hohen Alkohol- und Glyzeringehalt aufweisen und dabei Säure bzw. Tannin harmonisch integriert haben.

 

Schönung
Ist ein Verfahren zum Klären des Weins während der Fasslagerung mit Eiweiß, Gelatine oder Bentonit. Diese werden anschließend aus dem Wein wieder entfernt. Der Einsatz dieser Mittel wird vom Weingesetz geregelt.

 

Schwefeln
Ohne Schwefeln (Zugabe in flüssiger oder fester Form) würde Wein schnell oxidativ und schließlich ungenießbar werden, jedoch darf der Schwefelgehalt im Wein bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Rotweine benötigen weniger Schwefel als Weißweine oder Süßweine, weil sie mehr konservierendes Tannin enthalten.

 

Sec (frz.)
trocken.

 

Sekt
Ist österreichischer Qualitätsschaumwein, der ausschließlich aus Qualitätsrebsorten hergestellt wird. Das Kohlendioxid muss durch alkoholische Gärung in der Flasche oder im Tank entstanden sein und der Überdruck muss mindestens 3,5 bar betragen.

 

Sélection des Grains Nobles (frz.)
Auswahl edler Beeren. Bezeichnung für hochwertige Beeren- oder Trockenbeerenauslesen aus dem Elsass (Frankreich)

 

Semisecco (it.)
halbtrocken.

 

Sforzato
Auch Sfursat. Ist ein roter Strohwein (Passito) aus der nördlichen Lombardei (Italien). Er wird aus der Nebbiolo-Traube gekeltert und ergibt einen konzentrierten, aromatischen und alkoholreichen Wein mit ca. 14% Vol.

 

Sherry
Südspanischer Likörwein aus dem DO-Gebiet Jerez, dessen Gärung durch Alkoholzusatz unterbrochen und einem speziellen Reifeprozess unterzogen wird. Sherry wird in unterschiedlichen Ausprägungen hergestellt und unter entsprechenden Handelsbezeichnungen angeboten, die ihre Eigenart im Wesentlichen durch den Alkoholgehalt des Grundweines und somit durch das Ausmaß an anschließender Oxidation erhalten und sie heißen: Amontillado, Fino, Manzanilla, und Oloroso.

 

Smaragd
Ist die höchste der drei Wachauer Qualitätskategorien für nicht aufgebesserte trockene Weine aus physiologisch reifen Trauben ab einem Alkoholgehalt von 12,5% Vol.

 

Solera
Bezeichnet ein Verfahren zur Herstellung von Sherry durch Verschneidung von Weinen verschiedener Altersstufen. Dabei wird der aus Fässern entnommene alte Wein durch ein Jahr jüngeren aus dem darüberliegenden Fass ersetzt, das wiederum aus dem nächsten Fass eines noch jüngeren Weines aufgefüllt wird. Durch diesen allmählichen, schrittweisen Verschnitt nimmt der junge Sherry den Geschmack des älteren an.

 

Sommelier (frz.)
Weinfachmann. Spezialist der in Österreich die dreistufige Ausbildung zum Weinexperten, Sommelier Österreich und zum Diplomsommelier absolviert hat. In gehobenen Restaurants steht er dem Gast mit seinem fundierten Fachwissen mit Rat zur Seite.

 

Spätlese
Ist eine Weinkategorie im österreichischen Weingesetz und bezeichnet Wein aus vollreifen Trauben mit einem Mindestmostgewicht von 19° KMW. Die Restsüße dieser Prädikatsstufe darf ausschließlich durch Gärungsstillstand oder durch Gärungsunterbrechung, nicht jedoch durch Süßreserve, erlangt werden.

 

Spontanhefen
Natürliche Hefen, die auf den Beerenhäuten in die Maische gelangen und den Most vergären.

 

Spontangärung
Ist eine durch Naturhefe (ohne Zugabe spezieller Reinzuchthefen) einsetzende Gärung.

 

Spumante
Italienischer Schaumwein, der nach der klassischen Methode der Flaschengärung hergestellt wird.

 

Stahltank
Ein Behälter aus rostfreiem Edelstahl, der in modernen Kellereien bei der Gärung und beim Ausbau vor allem beim Weißwein zum Einsatz kommt, um frisch-fruchtige Weintypen zu erzielen

 

Staubiger
Als "Staubiger" wird in Österreich junger, noch ungefilterter Wein dessen Gärung noch nicht ganz beendet ist bezeichnet.

 

Steinfeder
Ist die eine der drei Wachauer Qualitätskategorien und geschützte Bezeichnung für trockenen Leichtwein der Winzervereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus mit einem maximalen Alkoholgehalt von 11,5% Vol.

 

Stockkultur
Ist eine alte, niedrige Reberziehungsform ohne Drahtrahmen.

 

Strohwein --> siehe Schilfwein

 

Sturm
Als Sturm wird in Österreich noch in Gärung befindlicher Traubenmost, der ausschließlich aus österreichischen Weintrauben erzeugt wurde, bezeichnet. Sturm darf zwischen 1. August und 31. Dezember des Erntejahres „im Zustand der Gärung“ in Verkehr gebracht werden.

 

Stürmische Gärung
Die erste Phase der Gärung, während dieser die Hefe am aktivsten ist und der Most zuweilen „sprudelt“.

 

Subskription
Ist ein Vorverkaufsverfahren im Weinhandel, für Weine die sich meist noch in der Phase des Fassausbaus befinden. Die Subskription von Wein ist vorrangig bei hochwertigen Bordeaux-Weinen zu finden.

 

Supérieur
Freiwillige französische Bezeichnung für hochwertigere Weine (gegenüber dem normalen gleichnamigen Wein). Gesetzlich ist nur ein höherer Mindestalkoholgehalt, aber keine bestimmte Qualität gesichert.

 

Superiore
Italienisches Prädikat für DOC-Weine, die strengeren Auflagen unterliegen (Lagerzeit, Anbaugebiet, Alkoholgehalt) und so als hochwertiger gelten.

 

Sur Lie (frz.)
Auf der Hefe. Verfahren, bei dem der Wein bis zu seiner Flaschenabfüllung auf der Feinhefe gelagert wird. Um den Zusatz „Sur Lie“ verwenden zu dürfen, müssen die Weine einen Winter lang in Tank oder Fass reifen und sich zum Zeitpunkt der Flaschenabfüllung noch auf ihrer Hefe befinden. Durch das Verfahren werden Bukett, Frische und Feinheit betont, und die Weine erhalten einen leicht hefigen Geschmack sowie eine zarte Kohlensäure.

 

Süßung
Um den Wein einen erwünschten Restzuckergehalt zu verleihen, ist es erlaubt, im begrenzten Ausmaß diesen mit Traubenmost, oder konzentriertem Traubenmost (Traubenmostkonzentrat) zu versetzten. Österreichischer Landwein und Qualitätswein darf lediglich bis zu einem Restzuckergehalt von max.15g/Liter gesüßt werden. Ab der Qualitätsstufe Kabinett ist Süßung in Österreich verboten.

 

T

 

Tafelwein
Alte Bezeichnung für die unterste Qualitätskategorie, die heute „Wein ohne geschützte Ursprungsbezeichnung oder geografische Angabe“ genannt wird.

 

Tankgärung
Ist eine Methode zur Herstellung von Schaumwein und wird auch als Méthode Charmat bezeichnet.

 

Tannin
Gerbstoffe, die unter anderem in den Beerenschalen, Stielen, Kernen sowie im Holz vorkommen und den Wein (vor allem Rotwein) geschmacklich stark prägen. Gerbstoffe erhöhen auch die Lagerfähigkeit der Weine.

 

Tanninstruktur
Vor allem bei Rotweinen hängt die Festigkeit am Gaumen vom Gerbstoffgehalt ab. Die Tanninstruktur kann samtig, harmonisch, reif und nachhaltig sein. Bei unreifen Tanninen präsentiert sich der Wein spitz, bitter und adstringierend (pelziges, zusammenziehendes Gefühl).

 

Tenuta (it.)
Hof oder Gut, das auch Wein produziert.

 

Terroir
Französischer Begriff für das Zusammenspiel von Boden, Lage, Klima, Herkunft, Kellertechnik und Weingartenmanagement usw., das den Charakter des Weines prägt.

 

Toasting
Röstige Würze bzw. Rauchgeschmack, der von Fässern, die an der Innenseite ausgebrannt sind stammt (toasten = Fass ausbrennen). Dadurch werden Geschmackstoffe an den Wein abgegeben, wobei die Bandbreite des Toastings von light über medium bis heavy reicht.

 

Tokajer
Tokajer ist einer der bedeutenden und traditionsreichen Weine der Welt. Er wird aus Weißweintrauben in unterschiedlichen Süßegraden und Qualitätsstufen hergestellt. Besonders der Tokaji Aszú (Tokajer Ausbruch) und Tokaji Eszencia (Tokajer Essenz) werden als kostbare Edelweine und Klassiker der Weinwelt geschätzt. Tokajer entsteht ausschließlich im Tokajer Weinanbaugebiet, das zum großen Teil (etwa 90 %) in Nord-Ungarn liegt, zum kleinen Teil in der Süd-Slowakei. Er wird aus rosinenartig geschrumpften Trockenbeeren hergestellt, die durch Edelfäule am Rebstock eine natürliche Mostkonzentration erfahren haben. Verschnitten werden ausschließlich weiße spätreifende Rebsorten: Furmint, Lindenblättriger (ung. Hárslevelű), Muscat Lunel (dt. Gelber Muskateller) und Zeta (Neuzüchtung aus Furmint und Bouvier).

 

Traditionsweingüter
Zusammenschluss von Winzern aus dem heutigen Krems- und Kamptal (Niederösterreich) zu einem Verein mit der „Verpflichtung“ die Charakteristika ihrer Gegend, ihrer Böden, ihres Klimas, ihrer Sorten und ihrer Keller in den Weinen zum Ausdruck zu bringen. Die Begriffe „Klassifizierte Lage“, „Erste Lage“ und „Große Erste Lage“ wurden in der Folge geprägt. In der Klassifikation 2013 sind es insgesamt 62 Weinlagen, die das Prädikat Erste Lage auf dem Etikett tragen dürfen. Dabei handelt es sich ausschließlich um die beiden traditionellsten Sorten im Donauraum, Grüner Veltliner und Riesling, jeweils in trockener Stilistik.

 

Transvasierverfahren
Technik zur Schaumweinerzeugung, auch Flaschengärverfahren genannt, jedoch nicht zu verwechseln mit der traditionellen Flaschengärung. Hier wird die zweite Gärung zwar auf der Flasche durchgeführt, jedoch werden die Flaschen zum Trennen von der Hefe nicht gerüttelt und degorgiert, sondern im Gegendruck in einen Tank entleert. Dort findet die Geschmacksabstimmung statt, bevor der Schaumwein dann im Gegendruck filtriert (von der Hefe getrennt) und abgefüllt wird. Dieses Verfahren ist kostengünstiger und garantiert, dass die Qualität von Flasche zu Flasche weitgehend identisch ist.

 

Traubenwickler
Der bekreuzte Traubenwickler gilt ebenso wie der einbindige Traubenwickler als Schädling im Weinbau. Die Larven beider Wickler befallen die Blüten und Trauben und mindern dadurch den Ertrag. Befallene Trauben sind durch die Fraßschäden erheblich anfälliger für Grauschimmelfäule.

 

Traubenzucker
Auch Glucose, entsteht in der Traube durch Photosynthese und nimmt mit der Reife stetig zu während die Säure gleichzeitig abnimmt.

 

Trester oder Treber
Nach der Kelterung übrigbleibende Masse aus Beerenschalen, Kernen und Kämmen. Wird zu Tresterschnaps (in Italien Grappa, in Frankreich Marc) gebrannt oder als organischer Dünger im Weingarten verwendet.

 

Trockenbeerenauslese
Trockenbeerenauslese (kurz: TBA) ist eine Wein-Qualitätsstufe der Prädikatsweine und muss laut österreichischem Weingesetz ein Mindestmostgewicht von 30° KMW aufweisen. Eine Trockenbeerenauslese wird aus Trauben gekeltert, die an der Rebe von Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) befallen wurden. Der Pilz ruft im Herbst besonders bei Nebel und feuchtwarmem Wetter die so genannte Edelfäule hervor. Durch den Pilzbefall wird die Haut der Trauben durchlässig, so dass sie austrocknen können, wodurch der Zucker auf natürliche Weise stark konzentriert wird. Die einzelnen Beeren verbleiben so lange am Rebstock, bis sie nahezu zu Rosinen eingetrocknet sind.

 

Trockenhefe
Um das Risiko hefebedingter Weinfehler zu minimieren, werden häufig aus selektierten Hefestämmen so genannte Reinzuchthefen (Reinzuchthefe ist frei von Verschmutzungen wie Schimmelpilzen, Bakterien usw.) in Form von Trockenhefen verwendet, um eine zügige, reintönige Gärung zu garantieren.

 

U

 

Uhudler
Uhudler ist ein Wein aus Österreich, der im Südburgenland erzeugt wird. Im Aussehen ähnelt er, je nach Ausbauart und Zusammensetzung der Sorten, einem hellen Rotwein oder Rosé. Der Wein wird aus Trauben verschiedener Hybridsorten auch „Amerikanerreben“ genannt (Noah, Isabella, Othello, Ripatella, Clinton und Delaware) als Cuvée (Verschnitt) hergestellt. Diese Direktträger werden in Österreich auch gerne als „Heckenklescher“ oder „Rabiatperle“ bezeichnet. Die Uhudlerweine präsentieren sich meist sehr säurebetont. Und sind an ihrem deutlichen Walderdbeer- und Himbeeraroma erkennbar.

 

Umpfropfen
Dabei wird die Rebsorte einer Pflanze im Weingarten verändert; dieses Verfahren wird auch Standortveredelung genannt. Dazu wird ein Edelreis oder ein einzelnes Auge der neuen Rebsorte auf den alten Stamm oder den Trieb des bestehenden Rebstockes gepfropft. Der Vorteil vom Umpfropfen liegt darin, dass das alte Wurzelsystem erhalten bleibt.

 

Umpumpen
Verfahren zur Farbintensivierung von Rotwein. Der Wein wird unten abgepumpt und auf den gärenden Most (auf den Tresterhut) gegeben, damit dieser immer feucht bleibt und somit die Auslaugung von Farbe und Geschmacksstoffen optimiert wird.

 

Unfiltriert
Um Verlust an Geschmacks- oder auch Farbstoffen zu vermeiden, werden hochwertige Weine (speziell Rotweine) manchmal vor dem Abfüllen nicht filtriert, macht aber auch einen längeren Fassausbau notwendig.

 

UTA
UTA ist in der Weinsprache die Abkürzung für untypische Altersnoten. Weine mit UTA riechen muffig und die Sorte ist meist nicht mehr erkennbar. Die Weine schmecken dumpf und reduziert, das Bukett verändert sich, die Farbe des Weines bleibt gleich. Was UTA auslöst ist nicht klar, möglicherweise sind bestimmte Klimaverhältnisse während der Hauptvegetationsperiode der Rebe dafür verantwortlich.

 

V

 

Vegetationsperiode
Natürlicher Zyklus der Rebe, vom Wachstum über die Blüte bis zur Reife der Trauben.

 

Vendange Tardive (frz.)
Französische Bezeichnung für Weine aus spät gelesenen, vollreifen Trauben (Spätlese).

 

Vendemmia (it.)
Italienische Bezeichnung für Weinlese. Im erweiterten Sinne auch Jahrgang.

 

Verjus
Als Verjus (grüner Saft) wird der unvergorene Saft aus unreif geernteten Trauben bezeichnet. Verjus findet als Säureträger in vielen Speisen, Naturheilmittel und als Essigalternative Verwendung.

 

Verrieselung
Die Verrieselung ist eine Befruchtungsstörung der Traubenblüten durch kühles, feuchtes oder sehr heißes Wetter während der Blütezeit (meist Anfang Juni). Die Folgen davon sind Kleinbeerigkeit und Ertragsminderung.

 

Verschnitt
Verschnitt heißt, dass Trauben verschiedener Sorten oder Weine unterschiedlicher Lagen und Jahrgänge gemischt werden, um die positiven Eigenschaften der einzelnen miteinander zu verbinden. In Frankreich wird der Verschnitt als Assemblage oder Mariage (Heirat) bezeichnet, wenn die einzelnen Grundweine miteinander vereint einen Cuveé ergeben.

 

Versetzter Wein
Versetzter Wein ist ein Wein dem Alkohol und Aromen zugeführt wurden. Wird gerne als Aperitif oder Dessertwein verwendet z. B. Wermut.

 

Vieilles Vignes (frz.)
„Alte Rebstöcke". Kennzeichnet Wein, der aus den Trauben alter Rebstöcke erzeugt wird. Da diese Bezeichnung nicht geschützt ist, bleibt offen, was „alt“ genau bedeutet und wann ein Wein so genannt werden soll, aber man versteht darunter grundsätzlich Weinstöcke, die mindestens 40 Jahre alt sind Weine aus alten Reben haben in der Regel höhere Qualität, dichtere Aromen und sind hochwertiger.

 

Vigneto (it.)
Weinberg.

 

Viticoltore (it.)
Winzer, Weinbauer.

 

Vigne (frz.)
Rebstock.

 

Vignoble (frz.)
Weinberg, im erweiterten Sinn auch Weinbaugebiet.

 

Vin de Pays (frz.)
Vin de Pays (franz. für „Wein vom Land“) ist ein französischer Landwein oder Tafelwein, an den sich eine bestimmte, geschützte Herkunftsbezeichnung anschließt. Seit 2009 heißt er IGP-Wein (Indication Géographique Protégée = geschützte geografische Angabe).

 

Vin de Table (frz.)
Vin de Table ist die französische Bezeichnung für Tafelwein. Die französischen Vins de Table machen etwa ein Drittel der Rebfläche sowie die Hälfte der französischen Weinproduktion aus. Um ein Minimum an Qualität zu garantieren, sind bestimmte Rebsorten, ein Mindestalkoholgehalt und ein Mindestsäuregehalt vorgeschrieben.

 

Vin délimité de qualité supérieure, V.D.Q.S. (frz.)
Bedeutet übersetzt: „Weine höherer Qualität aus begrenztem Anbaugebiet“ und ist eine französische Qualitätsbezeichnung für Weine. Der Wein muss zu 100 % aus dem angegebenen Ursprungsgebiet stammen. Qualitativ sind sie den AOC-Weinen nicht nachgestellt, obwohl man sie in der Hierarchie der französischen Weine oft eine Qualitätsstufe tiefer ansetzt. Die VDQS stellt eine Vorstufe zur Appellation d'Origine Contrôlée (AOC) dar.

 

Vin Doux Naturel (frz.)
Kurz VDN, ist ein französischer, gespriteter Süßwein aus der Familie der Likörweine dessen Gärung durch Zugabe von Alkohol unterbrochen wird, mit dem Ziel, dass sehr viel von der natürlichen ursprünglichen Süße der Traube im Wein erhalten bleibt. Der Restzuckergehalt liegt bei mindestens 45 g/Liter, kann aber bei gewissen Muscat-Sorten auf über 100 g/l steigen. Der Alkoholgehalt beträgt 15 bis 18 % Vol. Appellationen, in denen die Vins Doux Naturel hergestellt werden, sind Banyuls, Rivesaltes, Muscat de Rivesaltes, Maury, Muscat de Beaumes-de-Venise, Muscat de Frontignan, Muscat de Lunel, Muscat du Cap Corse und Rasteau.

 

Vinea Wachau Nobilis Districtus
Ist eine Qualitätsvereinigung und Schutzverband im Weinbaugebiet Wachau (Niederösterreich). Die Qualitätsgemeinschaft (seit 1983) schuf für ihre Mitglieder drei Weinkategorien: Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Im Codex Wachau ist ein klares Bekenntnis zur naturbelassenen Weinproduktion und zu strenger Selbstkontrolle verankert.

 

Vin Santo (it.)
Übersetzt „Heiliger Wein“ ist ein klassischer Dessertwein aus der Region Toskana (Italien) und aus Santorin (Insel in Griechenland). Die Weinspezialität entsteht nach traditioneller Methode aus luftgetrockneten, teilrosinierten Trauben der weißen Rebsorten Trebbiano und Malvasia. Unter Verwendung der roten Rebsorte Sangiovese entsteht der Vin Santo-Wein Occhio di Pernice (deutsch: Auge des Rebhuhns). Gekeltert wird der Wein zwischen Ende November und der Osterzeit, daher der Name. Nach dem Keltern reift der Wein noch mindestens drei Jahre in kleinen Fässern aus Eiche.

 

Vinho da Mesa (port.)
Tafelwein

 

Vinho Generoso
Portugiesische Bezeichnung für hochwertige Likörweine (z.B. Carcavelos, Moscatel de Setúbal, Port, Madeira).

 

Vinifizierung, Vinifikation
Bezeichnet die Weinbereitung von der Traubenannahme bis zum Abfüllen des fertigen Weines. Der Begriff umfasst die Gesamtheit der Arbeitsschritte der Traubenverarbeitung. Weißweinherstellung: Maischen, Keltern, Anreicherung, Schwefelung, Gärung, Abstich, Reifung, Lagerung. Rotweinherstellung: Maischen, Gärung, Pressen, Ausbau, Reifung.

 

Vintage (engl.)
Jahrgang.

 

Viskosität
Bezeichnet den Flüssigkeits- bzw. Zähflüssigkeitsgrad von Weinen. Je alkoholreicher, extraktreicher oder süßer ein Wein ist, desto höher ist in der Regel seine Viskosität.

 

Vitis Vinifera
Die Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera), ist eine Unterart von Vitis Vinifera innerhalb der Familie der Rebengewächse. Sie wird systematisch angebaut, um Weintrauben zu ernten, die als Tafeltrauben und Rosinen in den Handel kommen bzw. zu Wein oder Traubensaft weiterverarbeitet werden. Die Edle Weinrebe liegt in unterschiedlichen Sorten vor, die man im Weinbau als Rebsorten bezeichnet.

 

Vorlaufmost
Most, der ohne äußere Druckeinwirkung (Pressen) abfließt.

 

W

 

Wagramer Selektion
Ist eine Winzervereinigung vom Weinbaugebiet Wagram (Niederösterreich) und gleichzeitig ein Gütesiegel welches nur jene Weine tragen dürfen, die folgende Qualitätskriterien erfüllen: Sie müssen aus den besten Lagen stammen. Ertragsreduktion und gezielte Laubarbeit führen zu Weinen mit ausgeprägtem Charakter, im Einklang mit der Natur.

 

Weinakademie Österreich
Ist eine Non-Profit-Organisation und Tochtergesellschaft der ÖWM (Österreich Wein Marketing GmbH), die seit 1991 mit einem eigenen Seminar- und Fortbildungsprogramm allen Weininteressierten als nationales und internationales Weinschulungszentrum offen steht. Standorte der Weinakademie Österreich sind in Rust und Krems; Seminare werden aber in ganz Österreich mit weinkompetenten Partnern veranstaltet. Das vierstufige Weinakademikerprogramm umfasst das Basisseminar, die Aufbauseminare 1 und 2, sowie die international ausgerichtete Ausbildung, das Diploma Wines and Spirits (Titel „Weinakademiker“), das zur Aufnahme in den „Master of Wine“-Kurs berechtigt.

 

Weinfehler
Weinfehler ist eine Sammelbezeichnung für unerwünschte Geschmacks-, Geruchs- oder optische Eindrücke im Wein. Oft ist unsauberes oder unsachgemäßes Arbeiten die Ursache. Manche Fehler sind bereits optisch wahrzunehmen, wie Trübungen (z.B. Eiweißtrübung, Nachgärung) oder Farbfehler (Oxidation, Pinking). Weitere Weinfehler sind: Korkgeschmack, Schimmelton, Böckser, untypischer Alterungston (UTA), Petrolton, Filtergeschmack, Gerbstofffehler, Altersfirn, Medizinalton etc. Fehler, die durch Mikroorganismen verursacht werden, bezeichnen wir als Weinkrankheiten (z. B. Essigstich).

 

Weingesetz
Das derzeit gültige österreichische Weingesetz datiert aus dem Jahr 2009 und ist im EU-Weinrecht eingegliedert, à siehe unter Kategorie Weinwissen.

 

Weinheber
Ist ein rohrförmiges Gerät zur  Entnahme von Wein aus einem Gär- oder Lagerbehälter.

 

Weinstein
Natürliche, völlig geschmacks- und geruchslose Kristalle des Weines (Kaliumsalz der Weinsäure) und ist kein Weinfehler. Überschüssige Weinsäure bindet sich an Mineralien und setzt sich bei niedrigen auf dem Boden der Flasche ab. Vorsicht beim Ausgießen des Weines ist geboten.

 

Wermut
Gespriteter und mit Kräutern aromatisierter Wein. Wichtige Zutat ist eine südeuropäische Beifußart (Artemissa absinthium), die Wermut den typischen Geschmack verleiht. Französischer Wermut ist hell und recht trocken, italienischer ist dunkler, süßer. Wird auch Vermouth (englisch) geschrieben.

 

Würzig
Wein der nach Gewürzen riecht und schmeckt; in der Weinansprache z.B. Aroma von Pfeffer, Zimt oder Vanille.

 

X

 

Y

 

Yquem, Château d'
Das Château d’Yquem ist eines der berühmtesten Weingüter der Erde, es produziert ausschließlich Weißweine, die zu den teuersten Weinen gehören. Bekannt ist es vor allem für seinen Süßwein. Das Gut liegt in Sauternes, einer kleinen Ortschaft südöstlich von Bordeaux (Frankeich). Yquem hat eine exzessive  Qualitäts-Philosophie. Dementsprechend aufwendig wird gearbeitet, und dementsprechend teuer ist der Wein. Pro Hektar werden nur 1.250 Flaschen produziert, dies entspricht einem Ertrag von knapp 9–10 hl/Hektar. Aufgrund der hochwertigen Arbeit und aufgrund der besonderen Eigenschaften dieser Weine sind sie äußerst lange haltbar; selbst weit über hundert Jahre alte Flaschen versprechen hohen Genuss.

 

Z

 

Zeile
Ist eine lineare Anordnung der Reben im Weingarten.

 

Zentrifuge
Ist ein Schleudergerät zum Entfernen von Trubstoffen im Most oder Wein; wird auch Separator genannt.

Kontakt

Karl-Heinz Spielauer mail@gaudiovinum.at
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